Der Seegräbner Keiler vom 2. Januar 2005
Am 2. Januar um 23.30 Uhr wechselte dieser starke Keiler vom Robenhauser Riet kommenden über die Steinbergstrasse wo es zu einer Kollision mit einem Fahrzeug kam. Wie die Bilder zeigen, sind Kollisionen mit Wildschweinen dieser  Grösse nicht ungefährlich.

Ein Wildunfall mit Schwarzwild kann für den Lenker sehr gefährlich werden, aber auch für die weiteren Verkehrsteilnehmer im Bereich der Unfallstelle.
Folgendes Beispiel:

Ein Zusammenprall mit einem 80 kg schweren Wildschwein bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h entspricht der Masse eines Nashorn (2000 kg) und bei Tempo 70 wie bereits 2 Nashörner (4000 kg).

Auch sind die Schäden im Vergleich zu leichterem Wild, wie Reh, Fuchs und Dachs entsprechend grösser. Wildschweine sind für die Menschen grundsätzlich keine Gefahr. Ein angefahrenes und verletztes Wildschwein kann jedoch für den Mensch sehr gefährlich werden. Also unter keinen Umständen sich in die Nähe des angefahrenen Wildes begeben, wenn nicht eindeutig fest steht, dass es sich um ein verendetes Stück Wild handelt. Unfallstelle kennzeichnen und  an einen sicheren Ort von der Strasse weg auf den Wildhüter oder Polizei warten.

Jede Jagdgesellschaft hat für Nachsuchen bei einem Wildunfall ausgebildete Schweisshunde unsere Jagdgebrauchshunde im Zürcher Oberland haben jedoch noch sehr wenig Erfahrung
bei Nachsuchen auf Wildschweine, selbst der Hundeführer hat meistens noch wenig Erfahrung, in der Vergangenheit arbeiteten unsere Hunde meistens Reh, Fuchs, und Dachs Krankfährten aus.

Wir haben aber erfahrene Schweisshundeführer aus den hauptsächlichen Schwarzwild Revieren z.B. Weinland, die uns sofort zur Seite stehen und bei anstehenden Nachsuchen mit ihren erfahrenen Schweisshunden helfen.
Zwei Schulklassen aus Uster wollten einmal wissen, was die Jäger im Revier Oberuster so alles hegen und pflegen.
Ein Bericht vom 1. und 4. November 2004
Wir erforschten den Wald mit den Jägern! – Wie es dazu kam...
Warum nicht einen Jäger fragen? schlug ich meiner Parallellehrerin vor, als wir nach einer Idee suchten, um unser Thema Wald/Wildschweine etwas lebendiger zu gestalten. Aus einer Idee wurde ein unvergessliches Erlebnis, an das die Schülerinnen und Schüler wohl noch lange zurückdenken werden. «Cool, jetzt hatten wir zwei Stunden gar keine Schule», war die Reaktion der Kinder. Dies, obwohl sie zwei Stunden lang ruhig sitzen und zuhören mussten.
Der Einstieg am Montag

Anhand einer Powerpoint- Präsentation stellte uns Herr Bosshard die Arbeit der Jäger vor, sprach vom einheimischen Wild, von Wildunfällen und gab uns insbesondere sein Wissen über Wildschweine weiter.

Nach dieser Einführung wünschten sich beide Klassen, dass es doch ruhig schon Donnerstag sein könnte.

Was sind die Aufgaben des Jägers?
Die Exkursion

Ein Mittagessen ums Feuer, Fangen spielen im raschel-nden Laub, die Jagdhütte erforschen, rundum strahlende Gesichter. Was will man noch mehr?

Ein gemütlicher Start ins Abenteuer. Danach wurden uns die Hauptdarsteller des heutigen Tages vorgestellt – die Jagdhunde. Als uns diese dann mit ihren Meis-tern ein paar Übungen zeigten, sassen alle still und fasziniert da. Doch
dies war erst der Anfang.

Natürlich musste man keinen einzigen dazu motivieren, mit den Jägern einen Postenlauf im Wald zu absolvieren. Dabei beeindruckte nicht nur das Können der Hunde, sondern auch das Gewehr des Jägers, der Hochsitz, die toten Tiere, ein Blick durch den Feldstecher oder das Wildschweinfell.

Bis zum Schluss war wohl allen klar, dass Jäger weit-aus mehr machen, als süs-se unschuldige Tiere zu jagen.

«Er muss die Nachsuche machen, wenn es einen Wildunfall gegeben hat».

«Er erlöst mit dem Hund die leidenden Tiere.»

Der zweite Teil hat bei der Jagdhütte, mit Wurst vom Feuer und Brot, begonnen.
«Er muss für die Tiere sorgen».
Der erste Posten

Beim ersten Posten, noch vor der Jagdhütte, wurden die drei Jagdgebrauchs-hunde, Cilly, Lasso und Dörte vorgestellt.

«Er muss den Wald helfen schützen, wie zum Beispiel die kleinen Bäume, dass die jungen Hirschböcke nicht ihr Geweih abwetzen».

Cilly zeigte auf eindrück-liche Art, wie der fertig ausgebildete Jagdge-brauchshund in der Lage ist, einen 3,5 Kilo schwe-ren Apportierbock zu holen, zu tragen und korrekt auszugeben.
«Der Jäger hat die Aufgabe seinen Hund zu trainieren und
auch zu belohnen
».
Anschliessend ein rohes
Ei genau so korrekt holt, aufnimmt, bringt und aus-gibt ohne das Ei zu zerbrechen.
Am Bau (Fuchs & Dachs)

Die besonderen Merkmale vom Dachsbau konnte den Schülern gezeigt und erklärt werden. Die typischen Zeichen, wie Einfahrt und Abort.

«Der Jäger muss auch Tiere schiessen, weil es sonst zu viele hat».

«Wenn ein Tier schwer krank ist oder verletzt ist, dann töten es die Jäger.»
Was gefällt dir an der Arbeit des Jägers?
Im Feld

Eine Federwild-Schleppe
Der Jäger zieht eine tote Krähe mit div. Richtungswechseln über das freie Feld und legt diese nach ca. 300 Metern ab. Der Hund darf dabei keine Einsicht haben.

Cilly ist direkt losgestürmt und hat die Schleppe in enormen Tempo unter Einsatz der hochempfindlichen Nase ausgearbeitet, aufgenommen und das Wild dem Führer zurückgebracht und korrekt ausgegeben.

«Gut an seinem Beruf ist, dass er bei Unfällen hilft oder toten Tieren hilft.»
«Mir gefiel der Umgang mit den Hunden und auch dass er leidenden Tieren das Leben nimmt.»
Verlorensuchen
von Federwild

In einem grossen Rapsfeld war am frühen Morgen eine tote Ente ausgelegt worden. Der Jagdhund hatte die Aufgabe mit einem einzigen Befehl: such verloren Apport, diese Ente im grossen Rapsfeld zu suchen.

Dörte hatte unter sehr gutem Wind leider viel zu früh die Ente in diese Nase bekommen und auch schnell aufgenommen und gebracht. Bei dieser Arbeit spielt die Erfahrung vom Hund eine grosse Rolle, wie geschickt die Suche in den richtigen Wind gedreht gestaltet wird.
Es gefällt mir, dass man als Jäger viele Tiere sieht.»
Mir gefällt vor allem das Schiessen und das Spielen mit den Hunden.»
«Mir hatte es am besten gefallen, als der Hund die Ente im Sumpf noch gefunden hatte.»
Der Wildunfall und
die Nachsuche

Schon im Schulzimmer konnten sich die Schüler auf einem Video die Arbeit vom Jagdhund, bei der Nachsuche nach einem Wildunfall anschauen. Lediglich etwas Haar, einige wenige Tropfen Blut (Jägersprache Schweiss) konnten die Schüler auf der Strasse, wo der Wildunfall passierte, erkennen. Nach 200 Metern sind Hund und Führer am toten Wild in Form von einem Rehfell angelangt.

Der Schweisshundeführer zeigte den Schülern, wie nun Cylli auf die Nachsuche angesetzt wird. Alle Schülern konnten bei der Nachsuche hinter dem Schweisshund nachlaufen und selbst da und dort wieder einen Tropfen Blut erkennen, der vom Hund angezeigt wurde.
Mir gefällt es, dass er auch mit dem Hund jagen kann und mit ihnen viel besser die toten Tiere finden kann.»
Ein gut ausgebildeter Schweiss- hund ist in der Lage, noch nach 24 Stunden ein angefahrenes Stück Wild zu finden.
Was stört dich an der Arbeit des Jägers?
Der Wildschaden, Fegschaden

Aus der Präsentation im Schulzimmer haben die Schüler schon sehr viel ins Revier mitgenommen. Sofort wurden Fegschäden an ungeschützten Pflanzen erkannt. Auch der Verbiss-chaden an Tannen haben die Schüler bereits selbst erkannt und wissen auch wer dafür verantwortlich ist.

«Es würde mich stören, die leidenden und toten Tiere anzuschauen.»

«Ich finde es schade, dass man herzige Tiere abschiessen muss.»

«Ich finde es nicht gut, dass man die Tiere ausstopft.»

«Es würde mir nicht gefallen, wenn ich an einen Wildunfall müsste.

Was hat dir an der Exkursion am besten gefallen?
Der Fuchs wird gesucht

Es kann auf der Jagd wie auch bei einem Wildunfall vorkommen, dass der Fuchs noch eine Flucht macht in unwegsames Gelände und dort verendet. Der Jagdhund wird vom Führer in die Richtung gewiesen, wo der letzte Sichtkontakt zum verlorenen Wild vorhanden war. Der Hund sollte nun in der Lage sein ein bestimmtes Gebiet mit System abzusuchen.

Auch unser Übungsfuchs wurde am frühen Morgen bereits für diese Arbeit ausgelegt.

Dörte wurde in das unweg-same Gelände geschickt. Gespannt waren alle Schüler. Wann kommt der Hund zurück, hat sie gefunden, wenn ja bringt der Hund den toten Fuchs? Nach einigen Minuten kam Dörte mit dem Fuchs im Fang zu den wartenden Schüler zurück.
«Mir hat die Hundeshow am besten gefallen.»
«Mir gefiel, als der Jäger einen Weg gezogen hat mit einer toten Krähe an der Schnur. Der Hund ist den ganzen Weg gefolgt.
Die Wasserarbeit

An einem kleinen Gewässer war es dann soweit. Besonders die Knaben wollten doch einmal einen Schuss hören aus der Flinte, die der Jäger immer am Buckel getragen hat. Der Schuss sollte aber aufzeigen, dass unsere Jagdhunde absolute Schussruhe haben müssen. Erst nachdem der Führer den Befehl Apport gegeben hat, darf der Hund das beschossene Wild im Wasser holen. Cilly und Dörte zeigten, wie auch im Wasser die Hundenase gefordert wird. Lag doch die tote Ente auch schon seit dem frühen Morgen auf einer kleinen Insel mit tiefem Schilf.

«Vor allem Chilli, die Hündin, hat mir gefallen, wie sie zuerst etwas Schweres, und dann das Ei getragen hat. Als sie das Ei suchte, wollte Lasso aufstehen, und als der Jäger die Hand hob, sass sie anstatt Lasso ab.
«Dass der Jäger in die Luft schoss, gefiel mir am besten.
«Mir haben auch die Posten gefallen und dass Sie sich Zeit genommen haben, um uns das alles zu zeigen.»
Kleine Ausstellung von Trophäen und Präparate

Als Abschluss hatten die Schüler nochmals Gelegenheit, Trophähen und Präparate zu betrachten. Die Schüler wussten danach, was ein Spiesser, ein Gabler oder was ein Sechser ist, oder wer macht eine Spur und wer eine Fährte. Besonders genau wussten alle Schüler über das Schwarzwild ( Wildschwein ) bescheid.
Vom Keiler über Bache, vom Frischling zum Überläufer, ja sogar was ein Malbaum, und was eine Suhle ist.

«Die Ausstellung mit den Hörnern und
ausgestopften Tiere fand ich interessant.»
Weidmannsdank den beiden Lehrerinnen

Sie haben es verstanden, die Schüler auf die beiden Tage vorzubereiten, insbesondere der Nachmittag im Revier zeigte uns allen auf, dass es
für die Kinder ein intensives Naturerlebnis war.

Für den spannenden Schülerbericht
Meinungen der Schülerinnen und Schüler zum Ausflug
bedanken wir uns ganz herzlich.

Mit Weidmannsgruss und Weidmannsdank

Marlies Bosshard, Richi Burri, Martin von Känel und Heinz Bosshard

Erneut Wildunfall ohne Meldung
Und wieder ein Wildunfall ohne Meldung
Der Keiler von Wermatswil – 29. Dezember 2003
Der 80 kg schwere Keiler ist am 29. Dezember um 20 Uhr bei einem Wildunfall in Wermatswil in die ewigen Jagdgründe gewechselt.
Der Keiler
Die Waffen vom Keiler – 18 cm
Unser Biber
Der Biber hat im Revier Oberuster Einzug gehalten. Bilder vom Dezember 2003
Abendaser mit dem Stadtrat Uster September 2002
Vor und nach dem Lotharsturm 1999
Links vor, rechts nach
dem Lothar-sturm
vom 26. Dezember 1999
Nach dem Lotharsturm 20% Mehrabschuss
Rehwildbestände 1999–2002 im Revier Oberuster
Diana die Jagdterrier-Hündin 1980–1992, Frika 1991–1999
12 Jahre lang konnten wir im Revier Oberuster auf Diana als Allrounderin zählen. Die Baujagd hatte es Diana besonders angetan, sie sprengte fast jeden Fuchs.
Frika, die unvergessliche Vorstehhündin hat im Revier Oberuster über Jahre viele erfolgeiche Nachsuchen auf angefahrenes Wild gemacht.
Die Patentjagd anno 1926